Die Musikkapelle

im Portrait


Das Geburtsjahr der Musikkapelle Aschbach-Markt ist nicht eindeutig feststellbar, doch erscheint das Jahr 1852 am ehesten zuzutreffen. Vor 160 Jahren entstand die erste organisierte Musik in Aschbach, die jedoch zu Beginn nur aus einer kleinen Gruppe von ca. 8 bis 12 Mann bestand. Das erste erhaltene Foto stammt aus dem Jahre 1872 anlässlich der Hochzeit von Georg und Maria Amesbichler.

 

Im Jahr 1874 wurde ein Militär- Veteranenverein gegründet, der in damaligen Zeiten als absolutes Vorbild galt. Sämtliche Ausrückungen erfolgten nun zusammen mit dem Veteranenverein und Veranstaltungen, wie die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr, der Einzug eines neuen Pfarrers oder das Geburtstags- und Regierungsjubiläum von Kaiser Franz Josef, wurden von der Musikkapelle feierlich umrahmt.

 

Sowohl der Erste, als auch der Zweite Weltkrieg verursachten eine große Lücke und einen Stillstand des Vereinslebens. Durch einen starken persönlichen Einsatz der Musiker konnte jedoch eine Wiederbelebung der Vereinstätigkeit und des musikalischen Lebens erreicht werden. Ab diesem Zeitpunkt erfuhr die Kapelle einen musikalischen Aufschwung in der Gesellschaft, der durch einige jährliche Veranstaltungen, wie dem 3-Tages-Fest, dem Maibaumaufsetzen oder dem Frühjahrskonzert, in Erscheinung trat.

 

Im Jahre 1874 bekam die Musikkapelle durch die Gründung des Militärveteranen-Vereins ihre erste Uniform, die nach dem Vorbild der Veteranenuniform angefertigt wurde. Im Laufe der Zeit wurden einige Änderungen vorgenommen, die 1971 zu einer original „Mostviertler Tracht“ führten. Diese beinhaltete eine schwarze Kniebundhose mit grünen Stutzen, ein rotes Gilet und eine braune Jacke.

 

Die endgültige Lösung der Tracht fand man dann aber erst im Jahre 1998, wo sich die Musikkapelle beim Frühlingskonzert in Lederhose und roter Jacke präsentierte. Die Musikkapelle Aschbach-Markt zählt heute zu den wenigen Kapellen in Österreich, die sowohl Tracht als auch Uniform besitzen. Dies geht zurück bis in die Zeit von Kaiser Franz Josef, bei dessen Besuche in der Umgebung die Musikkapelle des Öfteren für musikalische Zwecke miteinbezogen wurde. Durch den Beibehalt bzw. die Wiederanschaffung der Uniformen soll die Traditionspflege der Kapelle bekundet werden.

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